Informationen zum Sakralmuseeum erhalten sie hier:

Geschichte der Klosterkirche St. Annen

Ende August 2011 konnte die Klosterkirche St. Annen nach umfangreicher Sanierung wieder eröffnet werden. In Kooperation der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Kamenz mit der Stadt Kamenz wurde dort zugleich ein Sakralmuseum eröffnet. Zusätzlich zu den vorhandenen fünf gotischen Altären werden weitere sakrale Kunstschätze der Kirchgemeinde gezeigt, anhand dessen das religiöse Leben in Kamenz dargestellt wird. Die Vitrinen sind so im Kirchenschiff installiert, dass die Kirche weiterhin für kirchliche Veranstaltungen wie Gottesdienste, Andachten und Orgelkonzerte nutzbar bleibt. Die Betreuung der Ausstellung wird durch die Stadt Kamenz abgesichert, indem in einem neuen Anbau an der Südseite des Kirchenschiffes die Stadtinformation untergebracht wurde

1493 wurde der Grundstein für ein Franziskanerkloster vor den Toren der Stadt gelegt.
1512 weihte man die Klosterkirche der Heiligen Anna. Es ist das letzte der in Böhmen errichteten Franziskanerklöster.
Nach dem Einzug der Reformation in Kamenz dienten die Klostergebäude als Lateinschule,
die Kirche dem Gottesdienst der wendischen Dörfer (von daher auch Wendische Kirche genannt). Nach dem letzten großen Stadtbrand von 1842 wurden die Klostergebäude abgerissen. Das Innere der Kirche wurde neu gestaltet. In diesem Zusammenhang wurde 1849/50 die Orgel von Johann Gottlob Mende eingebaut. Die Altäre, Apostel- und Mönchsfiguren wurden erst 1911 wieder aufgestellt. Die fünf wertvollen Altäre (Anfang 16. Jahrhundert) entstammen möglicherweise alle einer Werkstatt.

mehr zu den Altären finden Sie auf den Seiten der Stadt Kamenz

Die Mende-Orgel

  • erbaut 1849 / 50 von Johann Gottlob Mende aus Leipzig (geboren am 3. August 1787 in Siebenlehn bei Freiberg und am 14. August 1850 in Leipzig verstorben)

  • aus seiner Werkstatt stammte u.a. die Orgel der Leipziger Universitätskirche (1968 aus politischen / ideologischen Gründen gesprengt)

  • Mende zählt zu den bedeutendsten sächsischen Orgelbauern der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts er orientierte sich in Bauweise konsequent am Vorbild des berühmtesten sächsische Orgelbauers Gottfried Silbermann

  • Mendes Instrumente sind ein wichtiges Bindeglied innerhalb des sich wandelnden Orgelklanges von den hellen und strahlenden Silbermann-Orgeln hin zur frühromantischen Klangvorstellung deshalb ist die Wiedergabe z.B. der Orgelsonaten von Felix Mendelssohn Bartholdy besonders gut geeignet

  • Die Kamenzer Mende-Orgel ist vermutlich das letzte Werk, welches Mende persönlich mit vollendet hat und die zweitgrößte von ihm erhaltene Orgel und verfügt über 26 Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal

  • Abnahme durch den Dresdner Hoforganisten Johann Schneider am 1. und 2. Februar 1850

  • Restaurierung 1994 durch Fa. Groß & Soldan (Waditz bei Bautzen) und festliche Wiedereinweihung am Reformationstag, 31.10. 1994

  • Die Mende-Orgel ist zu hören bei Gottesdiensten und zu den halbstündigen Orgelmusiken der Reihe "Orgel punkt fünf in den Monaten Mai bis September sonnabends 17.00 Uhr

Anreise

wie Sie die Klosterkirche erreichen erfahren Sie hier:

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